Dieser Brief soll als Gefühlsausdruck eines Selbstanteils verstanden werden. Es sind Worte, die Gehör von der Welt suchen, weil ich als Kind nicht gehört wurde.
Der Artikel stützt sich auf die Arbeit von Dr. Michael Bader (Male Sexuality, Why Women Don’t Understand it and Men Don’t Either) und meine eigenen Erfahrungen. Er stellt die These auf, dass BDSM unterbewusst zur Bekämpfung von Angst vor Sexualität benutzt wird.
Jede Sucht ist anders. Aber jede Sucht hat auch etwas gemein. Hier geht es um einen allgemeinen Aspekt der Sucht: Wie und warum sie schadet – auch wenn die Auswirkungen subtil sind. Die Pornografie ist als Beispiel gewählt worden. Das Thema ist jedoch für fast alle Menschen relevant.
Wenn erwachsene Menschen überlastenden Stress erleben, können sie dem entgegenwirken durch Alkohol trinken, Sex haben, Sport machen oder Beruhigungsmittel schlucken. Kindern stehen diese Strategien nicht zur Verfügung. Wenn Kinder Gefühle erleben, die sie nicht bewältigen können, spalten sie sich ein Stück weit von ihnen ab. Da die Gefühle im Körper gespürt werden, vermeiden sie eine Identifikation mit ihm und lenken ihre Aufmerksamkeit in den Kopf und die Umgebung. Diese Abspaltung von Körper und Gefühlen bleibt bei wiederholten Erlebnissen bis ins Erwachsenenalter.
Weil bei mir Erziehung und Kultur für Schamgefühle gegenüber der eigenen Sexualität gesorgt hat, hat das die Grundsteine für eine Geschlechts-Identitätskrisen gelegt. Als heterosexueller Mann hat deswegen die Feminisierung meines Körpers positive Gefühle ausgelöst. Einerseits, weil mein Bewusstsein auf einer Ebene nicht korrekt zwischen meinem eigenen und fremden Körpern unterschieden hat. Andererseits, weil die neue Identität unbelastet erlebt werden konnte, während viele negative Gefühle mit „dem alten Körper“ verbunden waren. Das Erleben dieser positiven Gefühle führte dazu, dass ich mir ein Leben im anderen Geschlecht wünschte.
Als ehemaliger Borderliner war meine Gefühlsunterdrückung fast unheilbar stark. In der mittleren Phase meines Genesungsprozesses kamen immer wieder Momente auf, in denen die Psyche sich die gewohnte Kälte zurück wünschte. Dahinter steckte ein Bedürfnis nach Sicherheit.
Ein speziell formulierter Text zur emotionalen Regulation. Angelehnt an Pete Walker’s 13 Schritte zum emotionalen Flashback Management habe ich eine eigene Version geschaffen.
Der Artikel entstand ursprünglich wegen einer geplanten Karriere im Content Marketing. Ich stelle ihn hier erneut online, weil er Folgendes gut erklärt: Die besten Psychologen sind nicht die bekanntesten Psychologen. Die bekanntesten Psychologen sind vorallem gut darin, sich selbst zu vermarkten. Diese Einsicht ist wichtig, um die moderne Welt zu verstehen.
Die Diskrepanz zwischen dem Stand der Forschung (bzw. Konsens unter Psychologen) und dem landläufigen Bild von psychologischen Wirkungsmechanismen ist riesig. Gute Psychologen wissen längst, was uns krank macht. Die bekanntesten Psychologen dagegen reden meistens von Themen, die sich gut verkaufen.